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Die Schutzanzüge der Feuerwehr

Einsatzuniform früher

Einsatzuniform früher

Original Einsatzuniform aus der Zeit der Jahrhundertwende, die aus Pickelhelm, Jacke, Gürtel (Koppel), Hose, Lederhandschuhe und Sicherheitsschuhen (in den Anfängen einfache Holzschuhe, später Stiefel mit Stahlkappen) bestand. Für damalige Verhältnisse war diese Schutzbekleidung das NonPlusUltra. Die Uniform, welche aus dicker sehr dicht gewebter Baumwolle bestand, bot bereits damals schon (so wird erzählt) einen guten Schutz vor Hitze und Feuer.
Einsatzuniform heute

Einsatzuniform heute

Die moderne Einsatzuniform von heute, hier mit dem Pressluftatmer.
Die persönliche Schutzausrüstung eines Feuerwehrmanns besteht aus Helm, Einsatzjacke, Einsatzhose, Handschuhe und Stiefel mit Stahlkappen. Die Einsatzbekleidung besteht aus Nomex und schützt den Träger vor Hitze, Kälte und Nässe und hält sogar kurzzeitiger direkter Flammeinwirkung (z.B. bei einem Flashover) stand. Zur Nomex-Bekleidung gehören die Jacke, Hose und Handschuhe mit eingearbeitetem Kevelar in den Handinnenflächen. Der Pressluftatmer, der zusätzlich zur persönlichen Schutzausrüstung überall dort zum Einsatz kommt, wo ein Schutz des Feuerwehrmanns vor gesundheitsschädigenden Atemgiften erforderlich ist, ist ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät, das den Träger mit Atemluft aus Druckluftflaschen (eine oder zwei Flaschen) mit Fülldrücken von 200 bzw. 300 bar versorgt. Ein voller Pressluftatmer bietet Atemluft für eine halbe bis eine dreiviertel Stunde.
Chemieschutzanzug

Chemieschutzanzug (CSA)

Der gasdichte Anzug, bestehend aus dem Verbundmaterial Fluortix (Viton), dient zum Schutz vor gesundheitsgefährdenden oder giftigen Substanzen (z.B. Säuren, Laugen, Gas etc.). Der Träger ist durch die gasdichte Hülle komplett von der Außenwelt isoliert. Zur Versorgung mit Atemluft wird ein Pressluftatmer unter dem Schutzanzug getragen. Der Träger kann sich so bis zu 20 Minuten im Gefahrenbereich aufhalten. Nach dem Einsatz erfolgt eine Dekontamination in einem speziell eingerichteten Bereich.
Schnittschutzanzug

Schnittschutzanzug,

wie er bei Arbeiten mit der Kettensäge getragen wird. Die mehrlagigen Textilien des Anzugs bestehen aus einem Endlosfaden und sind so beschaffen, daß eine Kettensäge sich beim Abrutschen oder Zurückschlagen in der langen und sehr stabilen Faser verhakt und die Kettensäge so blockiert und zum Stillstand kommt.
Der Anzug besteht aus: Waldarbeiterhelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schnittschutzjacke, Schnittschutzhose und Waldarbeiterstiefel mit Stahlkappen.
Hitzeschutzanzug

Hitzeschutzanzug

Der Anzug wird zusammen mit einem Pressluftatmer getragen und schützt vor Strahlungswärme, Stichflammen und kurzzeitig auch gegen offene Flammen. Das Material des Anzugs besteht aus einer reflektierenden und wärmefesten, asbestfreien Außenhaut und einer entsprechenden wärmeabsorbierenden Polsterung.
Ölschutzanzug

Ölschutzanzug

Der Anzug wird eingesetzt bei Unfällen mit brennbaren Flüssigkeiten (z.B. Öl, Benzin, Lösemittel, etc.). Das Material ist so beschaffen, daß brennbare Flüssigkeiten nicht in die Poren eindringen können und somit kein Dochteffekt der Kleidung entsteht. Bei Flammeneinwirkung schäumt das Material des Anzug auf und bietet kurzzeitigen Schutz zur Flucht.
Neopren-Kälteschutzanzug

Neopren-Kälteschutzanzug

Der Anzug besteht aus 14 mm Neopren und dient als Schutz vor Unterkühlung in sehr kalten oder zugefrorenen Gewässern. Der Anzug wird eingesetzt zur Rettung und Bergung und bei Eisunfällen.
Abstandhalter
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