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Pilotprojekt zur patientenorientierten Rettung

Ein Pilotprojekt startete jetzt bei der Feuerwehr in Günne. Sieben Rettungsassistenten des Kreises Soest übten zusammen mit Günner Feuerwehrleuten die Zusammenarbeit in der technischen und medizinischen Hilfe. Dabei stand eine "Patientenorientierte Rettung" im Vordergrund. So ist es zum Beispiel notwendig, das Fahrzeug während der Rettungsmaßnahmen mit Holzklötzen zu unterbauen, damit die eingeklemmte Person, die mit dem Fahrzeug "verbunden" ist, so wenig wie möglich durch Erschütterung bewegt wird. Schon oft übten angehende Rettungsassistenten mit dem Löschzug Günne. Dass jedoch hauptberufliche Rettungsassistenten die Zusammenarbeit üben, ist das erste Projekt in dieser Richtung. Die technische Hilfe nimmt den Hauptteil der Feuerwehreinsätze ein, und so wird auch der Stellenwert immer größer. Bei dem Übungstag lernten die Feuerwehrleute und die Rettungsassistenten voneinander. Die Feuerwehrleute lernten das Equipment der Rettungsassistenten und diese wiederum das Equipment zur technischen Hilfe der Feuerwehr kennen. Die sieben Teilnehmer aus dem Kreis Soest konnten mit "Rettungsschere", "Spreizer" und "Stempel" des Feuerwehrfahrzeugs "LF 16/12" an einem alten Golf üben. Zuerst wurden mit einer Rettungssäge die Fenster entfernt, um eine Betreuungsöffnung zu schaffen. Anschließend wurden mit dem Spreizer alle Türen des PKW herausgetrennt, danach schnitten die Teilnehmer die Holme des Fahrzeug mit Hilfe der "Rettungsschere" durch, um das Dach abzunehmen. Als der Fußraum des Autos von außen angeschnitten wurde, konnte der "Stempel" angesetzt und auseinander gefahren werden, um den vorderen Teil des Fahrzeugs weg zu drücken. So wird im Ernstfall eine mit den Füßen eingeklemmte Person befreit. Das gemeinsame Projekt dient dazu die Qualität der Rettung zu verbessern. "Wir hoffen, dass wir dies weiterführen können, um Feuerwehr und den Rettungsdienst auf einen Stand zu bringen, was technische und medizinische Hilfe anbelangt.", so Ralf Papajewski, Rettungsassistent des Kreises Soest. Text: jöki


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